Hannoveraner Prämienhengst und 500.000 Euro-Hengstmarktspitze
„Sein Auftritt ist extravagant, seine Trabbewegungen spektakulär. Er ist sehr stabil und gut konstruiert im Körper und im Fundament“, beschrieb Körkommissarin Heike Kemmer Venture, der 2023 Dänisches Siegerfohlen und Preisspitze der DWB Elite-Fohlenauktion war und schon damals für seinen phantastischen Typ und seine herausragenden Grundgangarten gelobt wurde – und nun bei seiner Körung in Verden für Beifallstürme sorgte. „Hengste wie dieser waren das Ziel der Öffnung des Hengstmarktes. Wenn Hannover vorne stehen will, muss der Hengstmarkt Anziehungspunkt für die besten Hengste Europas sein“, betonte Kemmer. Das Bieterduell um den Jungstar aus einer Mutter von Revolution-Ferro endete erst bei der Hengstmarktspitze von 500.000 Euro – zu unseren Gunsten.
Der Vater Vivaldos, selbst der Anpaarung des Vivaldi an die Bundeschampioness, Hannoveraner Championess und Siegerstute der Herwart-von-der-Decken-Schau, Doris Day, entstammend, war Prämienhengst der Hannoveraner Körung 2018 in Verden. 2020 wurde er als Fünftplatzierter des Hannoveraner Championats für das Reitpferde-Bundeschampionat in Warendof nominiert. Für seinen ersten Fohlenjahrgang wurde er als Oldenburger Ia-Hauptprämiensieger geehrt.
Der Muttervater Revolution war Hannoveraner Prämienhengst und Hengstmarkt-Preisrekordler, Dänischer Siegerhengst, HLP-Sieger (siebenmal die Maximalnote 10) und Dänischer Dressurpferdechampion (viermal die 10). 2018 gewann er unter Andreas Helgstrand/DEN mit 9,62 die WM-Krone bei den Fünfjährigen. 2019 erhielt er erneut Traumbewertungen und gewann Silber. Drei Jahre hintereinander war er beim Dänischen Championat nicht zu schlagen, 2020 siebenjährig debütierte Revolution mit einem Sieg und über 77 Prozent auf St. Georges-Niveau in der schweren Klasse. Seine Dressurpferde-WM-Gold- und Silbermedaillensammlung konnte er allerdings 2020 wegen der Corona-bedingten Absage des Championats nicht erweitern. 2023 gewann Revolution sein Grand Prix-Debüt mit fast 76 Prozent und setzt seine Karriere mit Roberto Brasil/POR fort. Die ersten Nachkommen haben in Rekordzeit das Grand Prix-Viereck erobert. 17 Söhne wurden gekört. Aus seinen prämierten Töchtern ragen die Dänische Siegerstute, Dressurpferdechampioness und zweifache Dressurpferde-WM-Vierte Valerie B und die Hannoveraner Siegerin der Herwart von der Decken-Schau, Romy, heraus.
An dritter Stelle folgt im Pedigree Ferro, der sich dreifaches Championatssilber sicherte. Unter Coby van Baalen/NED stand er bei den Weltreiterspielen 1998 in Rom/ITA, bei der EM 1999 in Arnheim/NED und bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney/AUS jeweils in der zweitplatzierten Mannschaft der Niederlande. Außerdem belegte er Rang zwei im Weltcup-Finale von ‘s-Hertogenbosch/NED. Zu seinen über 40 gekörten Söhnen gehören Rousseau, Negro, Metall und Rhodium. In den Niederlanden erhielt er die Auszeichnung pref.
Aus dem dänischen Stamm kommen noch die beiden bis St. Georges erfolgreichen Dressurpferde Midas (v. Mickelino) und Abkærs Reflection (v. Revolution) sowie das 1,45 Meter-Springpferd Charmeur ASK (v. Carson ASK).
„Sein Auftritt ist extravagant“